#unteilbare Solidaritäten und Allianzen

Plauen | Zittau | Dresden

»Es sind nicht die Unterschiede, die uns hemmen, es ist das Schweigen«
Audre Lorde

2019 war der Sommer der Solidarität. Zivilgesellschaftliche und kulturelle Akteur*innen haben an vielen Orten in Sachsen gezeigt, wofür sie stehen: Eine Gesellschaft, in der Menschenrechte unteilbar, in der vielfältige und selbstbestimmte Lebensentwürfe selbstverständlich sind. 2020 macht uns alle um eine Erfahrung reicher: Wie gestaltet sich Solidarität in einer Gesellschaft, in der die Schwächsten vor einem bisher unbekannten Virus geschützt werden müssen? Wie gehen wir um mit Menschen, die ihren Unmut mit demokratiefeindlichen Parolen auf die Straße tragen?
Wir glauben, eine bessere Welt ist möglich. Dann, wenn wir nicht das Trennende, sondern das Gemeinsame in den Vordergrund stellen – ohne dabei die unterschiedlichen Perspektiven aus dem Blick zu verlieren. Unsere Kämpfe gegen jegliche Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Antifeminismus, gegen die Einschränkung von Grund- und Freiheitsrechten, gegen Sozialabbau und Verarmung und für Klimagerechtigkeit, können und müssen zusammen gedacht werden.
Doch was bedeutet das genau? Was ist das sich gegenseitig stärkende unterschiedlicher Strategien und Ziele für eine gerechtere Welt? Und welche Rolle kann z.B. ein Bündnis wie #unteilbar dabei spielen? Wir laden ein – zum Zuhören, um gemeinsam die Antworten zu finden.

Plauen | 17.10.2020 | 14.00 Uhr | Malzhaus
Zittau | 07.11.2020 | 11.00 Uhr | Christian-Weise-Bibliothek Zittau
Dresden | 10.11.2020 | 17.00 Uhr | riesa efau / Motorenhalle

Plauen | 17.10.2020 | 14 – 20 Uhr | Malzhaus

Langfristig solidarisch bleiben!

In Plauen brauchen wir neben punktueller Solidarität, die uns kurzfristig stärkt, auch nachhaltige Solidarität, auf die wir uns verlassen und auf die wir aufbauen können. Wir laden ein, um mit euch gemeinsam Ideen für nachhaltige Solidaritäten zu entwickeln. Es wird Inputs und künstlerische Beiträge zum Thema Solidarität geben und auch zwei Kleingruppen-Phasen in denen wir uns austauschen: Wo haben wir Solidarität erfahren und wo vermisst? Welche Strukturen brauchen wir und wie kommen wir raus aus dem Abwehrkampf? Mit einem gemeinsamen Abendessen lassen wir den Tag ausklingen. 

Mehr InfosFacebook-Veranstaltung

Zittau | 07.11.2020 | 11.00 Uhr | Christian-Weise-Bibliothek

Worum geht es in Zittau? 

In der Oberlausitz gibt es viele Akteur*innen aus den Bereichen Kultur, politische Bildung, Kirche und Soziales, die ein gemeinsames Ziel verfolgen: Eine demokratische Gesellschaft, die die Rechte von Minderheiten mitdenkt und die Frage nach dem guten Leben für alle in einen globalen Kontext stellt, und zum Beispiel Fragen der Klimagerechtigkeit behandelt. Allerdings zeigt sich, dass wir teilweise unterschiedliche Ansätze haben, auf Probleme in unserer Gesellschaft, wie z.B. Rechtradikalismus, hinzuweisen. Dies führt manchmal zu Konflikten, die uns teils auseinandertreiben. Dies wollen wir ändern!
In dieser Veranstaltung wollen wir über unterschiedliche Strategien des sozialen Wandels für die Oberlausitz nachdenken, Konfliktlinien benennen, uns gegenseitig zuhören und ausloten wie wir gut an einem Strang ziehen können, ohne Unterschiede zu negieren. Konkret für die Oberlausitz wollen wir auch fragen: Was bedeutet Solidarität vor Ort?
Uns ist es wichtig, das ganz unterschiedliche Akteur*innen zu Wort kommen und sich gegenseitig zuhören. Im Anschluss an den Workshop in Zittau möchten wir zudem einen gemütlichen Austausch organisieren, um den Tag entspannt ausklingen zu lassen und Raum für Gespräche zu bieten.
Wichtiger Hinweis: die Teilnehmer*innenzahl ist aufgrund von Covid 19 und dem gewählten Raum auf 40 Personen begrenzt, daher bitten wir um Anmeldung unter: info@augenauf.net

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Dresden | 10.11.2020 | 17.00 Uhr | riesa efau / Motorenhalle

#unteilbare Solidaritäten – für ein inklusives Leben für alle!

Wenn Menschen in Werkstätten nur nach ökonomischen Kriterien bemessen werden, wenn Roma nur als Bettelnde dargestellt werden und Armutsmigration nicht als solche benannt wird, wenn Menschen mit einer psychischen Erkrankung in Hartz IV fallen – dann ist es Zeit, Bündnisse zu schmieden und Grundsatzfragen zu stellen!

Wir wollen gemeinsam mit verschiedenen marginalsierten Gruppen überlegen, wie wir der kapitalistischen Verwertungslogik etwas entgegen setzen und unsere Kämpfe besser bündeln können. Wir laden ein: Zum gegenseitigen Zuhören, diskutieren und zur Strategieentwicklung mit: 

  • Annett Hainich und Sören Haak für Menschen mit körperlicher Behinderung
  • Ajriz und Advija Bekirovski für Rom*-nja
  • Dr. Peter Müller für Senior*innen
  • Beate Kursitza-Graf für die Perspektive der Werkstätten für Menschen mit Behinderung
  • Konzeptwerk Neue Ökonomie für die Perspektive Care Arbeit und kinderreiche Familen (angefragt)
  • Osman Oguz und Duc Le Cong für die Perspektive von BIPoC
  • Thomas Renker für die Perspektive von ALGII-Empfänger*innen
  • Paula Kuitinen für die Perspektive von Menschen mit einer psychischen Erkrankung

Ab 20 Uhr gemeinsames Abendessen, Zeit für Gespräche und kultureller Beitrag

Wichtiger Hinweis: die Teilnehmer*innenzahl ist aufgrund von Covid 19 und dem gewählten Raum auf 50 Personen begrenzt, daher bitten wir um Anmeldung

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