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Großdemonstration | 4.9.21 in Berlin

 

#unteilbar – Für eine solidarische und gerechte Gesellschaft

 

Berlin-Mitte 10117 | Straße des 17. Juni – Ebertstraße – Leipziger Straße | 13:00

Wir alle sind jetzt gefordert, klar und #unteilbar zu zeigen, dass wir eine andere Gesellschaft wollen. Die Krisen unserer Zeit verlangen dringend unser gemeinsames Einstehen für Solidarität: Für Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit und konsequentes Handeln gegen die Klimakrise.

Wir verbünden uns – so wie wir uns im „Aufbruch der Vielen“ 2015 und mit 242.000 Menschen bei unserer #unteilbar-Demo 2018 in der Zurückweisung des Rechtsrucks und für eine offene Gesellschaft verbündet haben.
Zeigen wir unsere #unteilbare Solidarität, gehen wir am 4.9. wieder zusammen auf die Straße!

 

Ablauf der Demo und Hinweise zum Hygiene-Konzept

Die #unteilbar-Demonstration wird eine richtige Demo werden – mit einem gemeinsamen Auftakt, einer Laufstrecke, mit Lautsprecherwagen, die unterwegs politisches Programm zu verschiedenen Themenfeldern machen, und mit einem gemeinsamen Abschluss. Die Demonstration beginnt um 13:00 Uhr.

Wir haben ein Hygiene-Konzept ausgearbeitet, um unsere Demonstration in Zeiten der Pandemie verantwortungsvoll umsetzen zu können – und sind dafür auf die Unterstützung aller Teilnehmenden angewiesen:

  • Bitte tragt während der gesamten Demonstration eine Maske – am besten FFP2.
  • Bitte achtet auf die Abstände zu Personen, die nicht zu eurem Haushalt gehören.
  • Berliner*innen: Kommt möglichst mit dem Fahrrad, um Platz in den S- und U-Bahnen für Menschen zu lassen, die von weiter her anreisen. Und nutzt es während der Demo als Abstandhalter.
  • Bringt bitte eine Picknick-Decke mit, damit ihr beim Abschluss mit Abstand zu anderen, aber gemeinsam mit jenen, denen ihr nah seid, das Programm anhören und -schauen könnt.
  • Wenn ihr Erkältungssymptome habt, kommt bitte nicht zur Demo, sondern bleibt zu Hause. (Ihr könnt die Demo über ALEX Berlin im Radio, Fernsehen und im Stream mitverfolgen.)
  • Richtig gut wäre es, wenn alle vor der Demo noch einen Schnelltest machen würden. Wir werden das nicht kontrollieren (können). Doch wenn sich viele vorher testen, sind wir alle noch ein bisschen sicherer – und es kostet ja (noch) nichts. 😉

 

Auftakt:

Das Auftaktprogramm beginnt um 13 Uhr gleichzeitig an allen Lautsprecherwagen, die auf der Straße des 17. Juni, der Ebertstraße und der Leipziger Straße bis Höhe Friedrichstraße auf euch warten, wenn ihr ankommt.
Ihr könnt euch aussuchen, bei welchem Lauti ihr den ersten Teil der Demo verbringen möchtet, euch dort verabreden und direkt dorthin anreisen. Durch diese Aufteilung haben wir alle beim Ankommen genug Platz, um Abstände einzuhalten. Je mehr von euch mit dem Fahrrad kommen, desto besser können wir zusätzlich möglichem Gedränge im ÖPNV vorbeugen.

Demonstrationszug:

Nach und nach wird sich die Demo in Bewegung setzen. Die Lautis spielen unterschiedliches Programm zu verschiedenen Themen. Die Straßen sind sehr breit und wir alle achten darauf, die Abstände einzuhalten.

Gemeinsamer Abschluss:

Der Abschluss wird in der Nähe des Alexanderplatzes stattfinden. Dort gibt es ein buntes #unteilbar-Bündnisprogramm. Auch dieses Programm wird über die Lautis abgespielt, sodass ihr es alle hören könnt. Außerdem wird das Abschlussprogramm über ALEX Berlin im Radio, Fernsehen und als Stream übertragen. [links] Ihr könnt es euch auf eurer mitgebrachten Picknick-Decke bequem machen, Musik und Reden lauschen – und könnt über euer Handy oder Tablet sogar gleichzeitig den Stream anschalten und mit Abstand zuschauen.

#unteilbar solidarisch – gerade jetzt!

Hier findest Flyer, Plakate und Sticker zur Demo – auch online bestellbar!

Bundesweite Anreise:

Aufgrund der Pandemie haben Bündnispartner*innen und Interessierte ihre Anreise weitgehend eigenständig mit PKW und ÖPNV organisiert. Es gibt zudem noch einige Busse, bei denen noch Plätze frei sind:

  • Leipzig – bitte vorab anmelden bei platznehmen@systemli.org | Abfahrt 10:00 Uhr Volkshaus Karl-Liebknecht-Str. 30, 04107 Leipzig
  • Gera – bitte vorab anmelden bei pedrolueckmann@gmx.de

 

Sprecher*innen & Musik

 

Moderation Abschlussprogramm: Amina Aziz, Melina Borčak und Margarita Tsomou

Sprecher:innen & Musik:
3 Women
Alfonso Pantisano, Bundesvorstand LSVD
Alicja Flisak, Constellation of Liberation
Anja Piel, Mitglied des Geschäftsführenden Bundesvorstands (GBV) des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB)
Anton Sefkow + Helga Obens, Enkel von Esther Bejarano + Vorstand Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland
Aziz, Register Neukölln
Berenice Böhlo, Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein e.V.
Birger Höhn, Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e. V. – ISL
Carla Reemstma, Klimaaktivistin und Sprecherin Fridays for Future
Ceren Türkmen, Aktionsbündnis Antira
Chris Köver, Redakteurin netzpolitik.org und Gründerin Missy Magazine
Christiane Rösinger, Musik
Dana Lützkendorf, Berliner Krankenhausbewegung, ver.di
Dariush Beigui, Iuventa – Crew
Edward Snowden, President Freedom of Press
Esther Dischereit, Schriftstellerin
Fiona Kisoso, We’ll come united
Frank Werneke, Bundesvorsitzender ver.di
Jackie Jackpot, Musik
Jette Lattorf, #unteilbar Sachsen-Anhalt
Joli Schroedter, Sprecherin Ende Gelände
Judith Porath, Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt + Geschäftsführung Verein Opferperspektive
Judith Rahner, Amadeu Antonio Stiftung
Lauratibor, Protest-Oper
Malonda, Musik
Markus N. Beeko + Tímea Molnár, Generalsekretär Amnesty International Deutschland + Mobilisation Director Amnesty International Ungarn
Matondo + DJ Craft, Musik
Max Herre & Afrob, Musik
Mono & Nikitaman, Musik
Nora Markard, Vorstand Gesellschaft für Freiheitsrechte
Ostberlin Androgyn mit Mau Mushi, Musik
Patricia Machmutoff, Deutsche Wohnen & Co Enteignen
Sabine Nuss, Publizistin
Said Edris Hashemi, Intiative 19. Februar, Überlebender und Bruder von Said Nesar Hashemi + Mirkan Unvar, Initiative 19. Februar, Bruder von Ferhat Unvar
Santosh Mahindrakar, Jan Swasthya Abhiyan – People’s Health Movement – India
Suli Puschban mit Kids, Musik
Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer Der Paritätische Gesamtverband
Vanessa Fischer + Tokan Bürger, PowerShift e.V. + #unteilbarMV
Wiebke Judith, PRO ASYL
ZSK, Musik

Aufruf zur Demo

#UNTEILBAR – FÜR EINE GERECHTE UND SOLIDARISCHE GESELLSCHAFT!

Aufruf zur #unteilbar-Demonstration am 4. September 2021 in Berlin

Die politischen und gesellschaftlichen Missstände haben sich im vergangenen Jahr dramatisch zugespitzt. Weltweit wurde mit der Pandemie offensichtlich, was gesellschaftlich falsch läuft. Auch in Deutschland sind immer mehr Menschen von Armut betroffen oder haben Existenzängste. Gleichzeitig werden die Auswirkungen des Klimawandels immer bedrohlicher. Während Menschenfeindlichkeit und Rassismus vermehrt Zustimmung finden, sterben täglich Menschen an den EU-Außengrenzen.

Gerade jetzt ist der Moment, um #unteilbar auf die Straße zu gehen: Stoppen wir die soziale Spaltung der Gesellschaft und die Verschärfung der Klimakrise! Streiten wir für eine Gesellschaft, in der alle Menschen ohne Angst selbstbestimmt leben können und in der das Wohl aller im Mittelpunkt steht! Im Vorfeld der Wahlen machen wir unmissverständlich klar: Wir lassen nicht zu, dass soziale Gerechtigkeit, Menschenrechte und Klimaschutz gegeneinander ausgespielt werden.

So kann es nicht weitergehen.

In der Coronakrise wird der Abstand zwischen Wohlstand und Armut noch größer. Menschen im Niedriglohnsektor, in prekärer Beschäftigung und ohne Einkommen werden nicht nur sozial und wirtschaftlich härter von der Krise getroffen. Sie haben auch ein deutlich erhöhtes Risiko, schwer an Covid 19 zu erkranken. Derweil steigen Mieten ungebremst. Viele Menschen müssen in zu kleinen Wohnungen oder in Gemeinschaftsunterkünften wohnen. Geflüchtete müssen in Lagern leben. Arbeitsmigrant*innen, etwa in der Fleischindustrie oder in der häuslichen Pflege, arbeiten oft jenseits aller sozialen Standards. Der große Personalmangel im Gesundheits- und Pflegebereich und, damit verbunden, die nicht hinnehmbaren Arbeitsbedingungen sind Folgen jahrzehntelanger Kommerzialisierung. Und es sind vor allem Frauen, die die Krise mit bezahlter und unbezahlter Sorge-Arbeit abfedern. Die Auswirkungen dieser Politik sind für uns alle spürbar: Sie verstärkt Ungleichheit und spaltet unsere Gesellschaft. Rassistische, antifeministische und antisemitische Gewalt nehmen zu.

Die wachsende Ungleichheit zeigt sich auch auf internationaler Ebene: Statt Impfstoffe zu globalen öffentlichen Gütern zu machen – wie im letzten Jahr versprochen –, haben sich die reichsten Länder den Löwenanteil gesichert und die Patente bleiben in den Händen weniger Großunternehmen. Obwohl der Klimawandel ungebrochen voranschreitet, wird der dringend notwendige sozial-ökologische Umbau nationalen Egoismen und kurzfristigen Profitinteressen geopfert.

Wir fordern andere politische Prioritäten:

  • Wir wollen eine Gesellschaft ohne Armut, in der die Grundbedürfnisse aller Menschen gesichert sind. Menschenwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen, Bildung, Gesundheitsversorgung und Wohnraum dürfen nicht dem Markt überlassen werden!
  • Wir wollen eine Politik, bei der diejenigen, die Reichtum angehäuft haben, die Kosten der Krise tragen. Für eine Umverteilung von oben nach unten!
  • Wir wollen eine Demokratie, die für alle da ist und die von allen mitgestaltet werden kann. Für eine geschlechtergerechte, antirassistische und inklusive Gesellschaft, an der alle gleichermaßen teilhaben können und die allen Kindern ein kindgerechtes Aufwachsen ermöglicht!
  • Wir kämpfen gegen strukturellen Rassismus und jegliche Zusammenarbeit mit der extremen Rechten und stehen für einen gesellschaftlichen Antifaschismus – im Osten wie im Westen. Wir schließen die Reihen gegen Rassismus, Antisemitismus, antimuslimischen Rassismus und Antifeminismus!
  • Wir setzen uns ein für die Menschenrechte aller, für das Recht auf Schutz und Asyl und für eine gerechte Bewältigung der Klimakrise – vor Ort und weltweit. Menschenrechte sind #unteilbar!
  • Wir fordern einen weltweit gerechten Zugang zu COVID 19-Impfstoffen!

Für einen demokratischen Aufbruch der Vielen!

Wir kommen aus antirassistischen Gruppen, der Krankenhaus- und Care-Bewegung, Mieter*innen-Initiativen, Menschenrechtsorganisationen, aus antifaschistischen Gruppen, Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden, feministischen und queeren Gruppen, netzpolitischen Organisationen, der Anti-Kriegs-Bewegung und der Klimabewegung. Wir sind religiös oder nicht, BIPoC und Weiße, mit und ohne Migrationsgeschichte, jung und alt, mit oder ohne Behinderung, haben unterschiedliche Geschlechter und sexuelle Orientierungen. Gemeinsam gehen wir am 4. September 2021 in Berlin auf die Straße: #unteilbar für eine gerechte und solidarische Gesellschaft – gerade jetzt!

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#unteilbar – for a society based on justice and solidarity

Call to Action: #unteilbar Demonstration on September 4, 2021 in Berlin

Political and social injustice have worsened dramatically in the past year. On a global scale, the pandemic has brought societal problems into sharp focus. In Germany, too, an ever increasing number of people are falling into poverty or fear for their economic future. At the same time, the consequences of climate change are becoming increasingly perilous. While group-based hatred and racism are on the rise, people are dying every day at EU borders.

The time is now to take to the streets in the spirit of #unteilbar: Let us put an end to the social divide and the escalating climate crisis! Let us strive for a society in which all people can live on their own accord, without fear, and in which the welfare of all is paramount! Before the upcoming elections, let us send a clear message: We will not tolerate any false divisions between social justice, human rights and climate protection.

Things need to change.

The Corona crisis further deepens the divide between the rich and the poor. People working low-paid and insecure jobs or without any income are not only more strongly affected by the social and economic consequences of the crisis. They also face a heightened risk of severe illness when contracting a COVID-19 infection. Meanwhile, rent is rising rapidly. Many are forced to live in cramped apartments or in shelters. Refugees are relegated to camps. Migrant workers, including in the meat processing industry and the home care sector, frequently lack any form of social protection. Widespread staffing shortages in healthcare and nursing and the associated unacceptable working conditions are the result of decades of commercialization. And it is first and foremost women who have to cushion the blow of the crisis through paid and unpaid care work. We all feel the cosenquences of such policies: They increase inequality and divide society. Rascist, anti-feminist and anti-semitic violence is on the rise.

Increasing inequality is also visible at the international level: Instead of making vaccines a public good – as was promised last year -, the richest nations have taken the lion‘s share and patents remain in the hands of a small number of major corporations. Even though climate change is accelerating, vital socio-ecological reform is being sacrificed on the altar of national egoism.

We demand new political priorities:

  • We want a society without poverty in which everyone‘s basic needs are met. Decent working and living conditions, education, healthcare and housing cannot be left to the market!
  • We want policies that ensure those who have accumulated excessive wealth pay for the costs of the crisis. For top-down redistribution!
  • We want a democracy adressing everyone‘s needs that is built by all. For a gender-equal, anti-racist and inclusive society in which everyone can participate equally that affords all children a safe and nurturing childhood!
  • We fight structural racism and any kind of cooperation with the exteme right, and we stand for anti-fascist solidarity in society – in both East and West. We are united against racism, anti-semitism, anti-Muslim racism and anti-feminism!
  • We fight for the human rights of every human being, for the right to asylum and a just solution to the climate crisis – at home and abroad. #unteilbar means: human rights are indivisible!
  • We demand global justice in COVID-19 vaccine access!

For a new democractic beginning of the many!

We are organized in anti-racist groups, the hospital and care movement, tenant initiatives, human rights organizations, in anti-fascist groups, trade unions, charitable organizations, feminist and queer groups, groups for digital democracy, the anti-war and the climate movement. We are or aren‘t religious, BIPoC or white, with or without recent family migration history, young and old, with disabilities or without, with different genders and sexual orientations. ogether, we will take to the streets on September 4, 2021 in Berlin: #unteilbar for a society based on justice and solidarity – the time is now!

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#UNTEILBAR – ADİL VE DAYANIŞMACI BİR TOPLUM İÇİN

4 Eylül 2021’de, Berlin’de gerçekleştirilecek #unteilbar Yürüyüşü’ne çağrı

Siyasal ve toplumsal dengesizlikler geçtiğimiz yıl dramatik şekilde arttı. Pandemiyle birlikte dünya çapında, toplumsal açıdan nelerin yolunda gitmediği iyice açığa çıktı. Almanya’da da yoksulluktan etkilenen veya geleceğine kaygıyla bakan insanların sayısı giderek artıyor. Aynı zamanda iklim değişikliğinin etkileri bütün insanlığın geleceğine yönelik, giderek büyüyen bir tehdit oluşturuyor. İnsanlık düşmanlığı ile ırkçılığa onay verenlerin sayısı giderek artarken, AB’nin sınırlarında da her gün insanlar ölüyor.

İşte bu koşullarda #unteilbar olarak, yani bölünmemize izin vermediğimizi haykırmak için sokaklara çıkmanın tam da zamanı: Toplumdaki sosyal bölünmeyi ve iklim krizinin derinleşmesini durduralım! Herkesin korkusuzca ve istediği gibi yaşayabildiği, herkesin refahını merkezine alan bir toplum için hep birlikte mücadele edelim! Seçimler öncesinde yanlış anlaşılmalara meydan vermeyecek bir şekilde bütün açıklığıyla haykırıyoruz: Sosyal adaletsizliğin, insan haklarının ve iklimin korunmasının birbirine karşı kullanılmasına izin vermiyoruz.

Böyle gelmiş böyle gitmez.

Korona krizinde refah ile yoksulluk arasındaki uçurum iyice derinleşti. Kriz, düşük ücret sektöründe ve güvencesiz işlerde çalışanlar veya geliri olmayan insanlar üzerinde sadece sosyal ve ekonomik etkiler yaratmadı. Aynı zamanda Kovid 19’dan ölme riskleri de çok daha yüksek. Bugün şehirlerde kiralar dizginsiz bir şekilde yükseliyor. İnsanlar çok küçük evlerde veya toplu barınaklarda yaşamak zorunda kalıyor. Sığınmacılar yurtlarda tecrit ediliyor. Göçmen işçiler, örneğin et işleme veya evde bakım sektöründe olduğu gibi çoğunlukla sosyal standartların çok altında çalışmak zorunda kalıyor. Sağlık ve bakım alanındaki personel açığı, bu açığa bağlı olarak ortaya çıkan ve kabul edilemez çalışma koşulları, on yıllardır her alanda görülen ticarileşmenin sonucu. Krizin yükünü de en başta düşük ücret karşılığında veya hiç ücret almadan bakım işlerini üstlenmek zorunda kalan kadınlar taşıyor. Bu politikanın etkilerini de hepimiz derinden hissediyoruz: Eşitsizlik ve toplumsal bölünme derinleşiyor. Irkçı, kadın düşmanı ve antisemitik şiddet artıyor.

Artan eşitsizlik uluslararası düzlemde de kendisini gösteriyor: On yıllardır söz verildiği şekilde, aşı maddelerini herkesin ulaşabildiği küresel bir ürün haline getirmek yerine, en zengin ülkeler aşının büyük bölümünü kendilerine ayırdı ve patent birkaç büyük şirketin elinde. İklim değişikliği hız kaybetmeden sürmesine rağmen, acilen hayata geçirilmesi gereken sosyal-ekolojik dönüşüm, milliyetçi bencilliklere ve kısa vadeli kâr çıkarlarına kurban ediliyor.

Biz, başka konulara öncelik tanınmasını talep ediyoruz:

  • Yoksulluğun olmadığı, herkesin temel ihtiyaçlarının güvence altına alındığı bir toplum istiyoruz. İnsan onuruna yaraşır çalışma ve yaşam koşulları, eğitim, sağlık hizmetleri ve konut piyasa ekonomisine bırakılamaz!
  • Krizin yüklerini servet biriktirenlere ödeten bir siyaset istiyoruz. Aşağıdan yukarı yeniden bir paylaşım talep ediyoruz!
  • Herkese hizmet eden ve herkesin katkıda bulunabildiği bir demokrasi istiyoruz. Herkesin eşit şekilde katılabildiği, toplumsal cinsiyet eşitliğini sağlayan, ırkçılığa yer vermeyen, çocukların gönüllerince yaşayarak büyüdüğü kapsayıcı bir toplum talep ediyoruz!
  • Yapısal ırkçılığa, aşırı sağ ile iş birliğine karşı mücadele ediyoruz ve hem doğuda hem de batıda toplumsal antifaşizmden yanayız. Irkçılığa, antisemitizme, Müslüman karşıtı ırkçılığa ve kadın düşmanlığına geçit vermemek için safları sıklaştırıyoruz!
  • Dünyada ve ülkemizde herkesin insan haklarını kullanabilmesi, sığınma hakkının korunması, ülkesinden kaçmak zorunda kalanlara koruma sağlanması ve iklim krizinin adil bir şekilde çözüme kavuşturulması için çaba veriyoruz. Çünkü insan hakları bölünmez!
  • Dünya çapında KOVİD-10 aşı maddelerine adil bir erişim talep ediyoruz!

Demokratik değişim için çoğunluğun harekete geçmesi gerekir!

Irkçılık karşıtı gruplarında, sağlık ve bakım alanında çalışanların başlattığı harekette, kiracılar inisiyatiflerinde, insan hakları örgütlerinde, antifaşist gruplarda, sendikalarda, sosyal yardım kuruluşlarda, feminist ve eşcinsel gruplarında, internete ulaşım konusunda politik çalışmalar sürdüren gruplarda, savaş karşıtı harekette ve iklim hareketinde aktif olan kişiler olarak bir araya geldik. Aramızda inançlı kişiler de var inanmayanlar da. Farklı renklere sahibiz. Kimimiz göçmen, kimimiz yerliyiz. Gencimiz de var yaşlımız da. Engelli olanımız da var olmayanımız da. Cinsiyetimiz ve cinsel yönelimlerimiz farklı.

Hep birlikte 4 Eylül 2021’de, Berlin’de sokaklardayız: Bölünmeyeceğimizi, yani #unteilbar olduğumuzu, adil ve dayanışmacı bir toplum istediğimizi haykırmak için. Bu tam şimdi gerekiyor!

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#UNTEILBAR – INDIVISIBLES POR UNA SOCIEDAD JUSTA Y SOLIDARIA

Llamamiento a la manifestación de #unteilbar el 4 de septiembre de 2021 en Berlín

Las injusticias políticas y sociales se han agudizado dramáticamente en el curso del pasado año. La pandemia ha puesto de manifiesto en todo el mundo lo que no funciona en nuestra sociedad. También en Alemania hay cada vez más personas que se ven afectadas por la pobreza o temen por su subsistencia. Al mismo tiempo, vemos cómo las consecuencias del cambio climático se vuelven más y más amenazantes. Y, mientras que la hostilidad y el racismo encuentran creciente resonancia en todo el mundo, diariamente mueren hombres y mujeres en las fronteras de la Unión Europea.

Por esa razón, justo ahora, es el momento de echarse a la calle #unteilbar – indivisibles. Terminemos con la división social y con el recrudecimiento de la crisis climática. Luchemos por una sociedad en la que todos puedan vivir libremente y sin miedo; en la que el bienestar de todos esté en el centro. Antes de que se celebren las próximas elecciones generales en Alemania, queremos pronunciarnos claramente: nosotros no aceptamos que la justicia social, los derechos humanos y la protección medioambiental se instrumentalicen.

No podemos continuar así

La crisis por Corona ha agravado aún más la brecha entre el bienestar y la pobreza. Los trabajadores con bajo sueldo, aquellos en una situación laboral precaria y las personas sin ingresos propios se han visto más afectadas por la crisis no solo social y económicamente, sino que también han tenido un riesgo mucho mayor de enfermar de COVID 19. Mientras tanto, vemos además cómo el precio de los alquileres no deja de subir. Muchas personas tienen que vivir por ello en viviendas demasiado pequeñas o en centros de acogida. Los refugiados son aislados en campamentos. Los inmigrantes laborales, como los que trabajan en la industria cárnica y asistencial, trabajan a menudo muy por debajo de los estándares sociales. La gran falta de personal en los sectores sanitario y asistencial, así como las condiciones laborales inadmisibles derivadas de ello, son el resultado de décadas de la economización. Y son, ante todo, las mujeres quienes alivian la crisis con trabajo remunerado y no remunerado. Las consecuencias de esta política son palpables para todos: acrecientan la desigualdad y dividen nuestra sociedad, mientras la violencia racista, antifeminista y antisemita va en aumento.

Esta creciente desigualdad se muestra también a escala internacional: en lugar de hacer de la vacuna un bien público global – como se prometió el pasado año –, los países más ricos del mundo se han asegurado gran parte del suministro y las patentes permanecen en las manos de unas pocas empresas. Y, mientras el cambio climático avanza sin pausa, las reformas socioecológicas necesarias se siguen supeditando a los beneficios económicos a corto plazo y los intereses estrictamente nacionales.

Exigimos otras prioridades políticas:

  • Queremos una sociedad sin pobreza, en la que se cubran las necesidades básicas de todas las personas, y en la que las condiciones de trabajo y de vida, la educación y el cuidado sanitario no queden al arbitrio del mercado.
  • Queremos una política en la que aquellos que amasan la riqueza sean los que paguen los gastos de la crisis por una redistribución más justa de arriba a abajo.
  • Queremos una democracia para todos y de todos, una sociedad con igualdad de género, antirracista e inclusiva, en la que todos puedan participar por igual y en la que todos los niños puedan crecer como merecen.
  • Luchamos contra el racismo estructural y contra todo apoyo a la extrema derecha. Defendemos una sociedad antifascista de Este a Oeste, y plantamos cara al racismo, al antisemitismo, al racismo antiislamista y el antifeminismo.
  • Nos comprometemos a defender los derechos humanos de todos, el derecho de protección y asilo, así como una acción justa contra la crisis climática, local y globalmente. ¡Los derechos humanos son #unteilbar!
  • Exigimos un acceso y reparto mundial justo a la vacuna contra COVID 19.

Por el despegue democrático de muchos

Pertenecemos a grupos antirracistas, grupos de asistencia sanitaria en hospitales y el movimiento Care-Bewegung, iniciativas de protección de inquilinos, organizaciones por la protección de los derechos humanos, grupos antifascistas, sindicatos, asociaciones benéficas, grupos feministas y queer, organizaciones activistas de Internet, grupos antibélicos y defensores del movimiento climático. Independientemente de que seamos religiosos o no, BIPoC o blancos, tengamos o no un fondo migratorio, seamos jóvenes o ancianos, con o sin discapacidad, independientemente de cuál sea nuestro sexo o nuestra orientación sexual. Unidos saldremos el 4 de septiembre de 2021 a las calles de Berlín: #unteilbar, indivisibles por una sociedad justa y solidaria. Justo ahora.

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#UNTEILBAR – INDIVISIBILE PER UNA SOCIETÀ GIUSTA E SOLIDALE

Invito alla manifestazione #unteilbar, Berlino, 4 settembre 2021

Le condizioni politiche e sociali sono peggiorate drammaticamente nell’ultimo anno. La pandemia ha evidenziato in tutto il mondo l’insieme dei problemi delle nostre società. Anche in Germania sempre più persone sono vittime della povertà o di paure esistenziali. Gli effetti del cambiamento climatico diventano sempre più minacciosi. Mentre l’inimicizia e il razzismo ottengono un consenso crescente, le persone muoiono ogni giorno alle frontiere esterne dell’UE.
Proprio questo è il momento per scendere in piazza #indivisibilmente: fermiamo la divisione sociale della società e l’aggravarsi della crisi climatica! Lottiamo per una società in cui tutte le persone possano vivere con autodeterminazione e senza paura e che ponga al centro il benessere di tutti! Alla vigilia delle elezioni chiariamo in maniera inequivocabile: non permetteremo che la giustizia sociale, i diritti umani e la protezione del clima siano trattati come fossero concorrenziali tra loro.

Gerade jetzt ist der Moment, um #unteilbar auf die Straße zu gehen: Stoppen wir die soziale Spaltung der Gesellschaft und die Verschärfung der Klimakrise! Streiten wir für eine Gesellschaft, in der alle Menschen ohne Angst selbstbestimmt leben können und in der das Wohl aller im Mittelpunkt steht! Im Vorfeld der Wahlen machen wir unmissverständlich klar: Wir lassen nicht zu, dass soziale Gerechtigkeit, Menschenrechte und Klimaschutz gegeneinander ausgespielt werden.

Non si può andare avanti così.

La crisi determinata dal Coronavirus ha reso aumentato il divario tra la prosperità e la povertà. Le persone a basso salario, con un’occupazione precaria e senza reddito hanno subito le ripercussioni più gravi in ambito sociale ed economico. Incorrono anche in un rischio significativamente maggiore di contrarre il Covid 19 nelle forme più gravi. Nel frattempo gli affitti sono lievitati senza controllo. Molte persone sono costrette a vivere in appartamenti troppo piccoli o in alloggi condivisi. I rifugiati sono obbligati all’interno di appositi campi. I lavoratori e le lavoratrici migranti lavorano spesso nell’incuranza di ogni standard sociale, per esempio nell’industria della carne o nell’assistenza domiciliare. La grande carenza di personale nel settore sanitario e assistenziale e le rispettive condizioni di lavoro inaccettabili sono il risultato di decenni di commercializzazione. E sono soprattutto le donne ad attutire la crisi grazie al loro lavoro di cura, retribuito e non retribuito. Gli effetti di questa politica sono innegabili per tutti noi: l’aumento delle disuguaglianze e della divisione nella nostra società. La violenza razzista, antifemminista e antisemita è in aumento.

La crescente disuguaglianza è evidente anche a livello internazionale: invece di fare dei vaccini un bene pubblico globale – come promesso lo scorso anno – i Paesi più ricchi si sono assicurati la parte del leone e i brevetti restano nelle mani di poche grandi multinazionali. Sebbene il cambiamento climatico continui senza sosta, l’urgente ristrutturazione socio-ecologica è sacrificata agli egoismi nazionali e agli interessi di profitto a breve termine.

Reclamiamo altre priorità politiche:

  • Vogliamo una società libera dalla povertà, in cui i bisogni fondamentali di tutte le persone siano garantiti. Condizioni di vita e di lavoro dignitose, istruzione, assistenza sanitaria e spazi abitativi non possono essere demandati al mercato!
  • Chiediamo politiche in cui il costo della crisi sia sostenuto da coloro che hanno accumulato ricchezza. Sosteniamo la necessità di una ridistribuzione dall’alto verso il basso!
  • Vogliamo una democrazia di cui tutti possano usufruire e che possano contribuire a costruire. Una società paritetica, antirazzista e inclusiva, a cui tutti possono partecipare in modo egualitario e in cui tutti i bambini possano crescere a misura di bambino!
  • Combattiamo contro il razzismo strutturale, contro qualsiasi collaborazione con l’estrema destra e in favore di un antifascismo sociale, tanto in Oriente quanto in Occidente. Serriamo le fila contro il razzismo, l’antisemitismo, il razzismo antimusulmano e l’antifemminismo!
  • Ci battiamo per i diritti di ogni essere umano, per il diritto alla protezione e all’asilo e per una gestione equa della crisi climatica, a livello locale e mondiale. I diritti umani sono #indivisibili!
  • Chiediamo un accesso equo ai vaccini COVID 19 in tutto il mondo!

Per un risveglio democratico dei molti!

Proveniamo da gruppi antirazzisti, dal movimento ospedaliero e assistenziale, da iniziative per gli inquilini, organizzazioni per i diritti umani, gruppi antifascisti, sindacati, enti di beneficenza, gruppi femministi e queer, organizzazioni politiche di rete, movimenti contro la guerra e movimenti per il clima. Siamo religiosi o no, BIPoC e bianchi, con e senza una storia di migrazione, giovani e anziani, con o senza disabilità, apparteniamo a diversi generi e abbiamo orientamenti sessuali diversi.Insieme scenderemo in piazza a Berlino il 4 settembre 2021: #indivisibile per una società giusta basata sulla solidarietà – proprio ora!

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تقسیم ناپذیر تقسیم ناپذیر (اون تایلبار)# برای جامعه ای برابر و همبسته

فراخوان به تظاهرات تقسیم ناپذیر در 4 سپتامبر 2021 در برلین

نابسامانی های سیاسی و اجتماعی طی یک سال گذشته به طرز چشمگیری افزایش یافته است. با شیوع پاندمی، در سراسر جهان مشخص شد که چه چیز هایی از نظر اجتماعی اشتباه است. در آلمان نیز تعداد هرچه بیشتری از مردم در معرض فقر و یا در ترس از دست دادن داروندارشان هستند. این در حالی است که اثرات تغییرات آب و هوا تهدید کننده می شوند. در همان حال که انسان ستیزی و راسیسم با اقبال بیشتری مواجه می شود، انسان های زیادی در مرزهای اروپا جان خود را از دست می دهند.

دقیقا الان وقت آن است که تقسیم ناپذیرها# به خیابان بیایند: برای متوقف کردن شکاف های اجتماعی در جامعه و بدتر شدن بحران محیط زیست! بیایید برای جامعه ای مبارزه کنیم که همه مردم بدون ترس و خودمختار در آن زندگی کنند و رفاه برای همه در آن محور باشد! در آستانه انتخابات در آلمان ما بدون هیچ تردیدی اعلام می کنیم: ما اجازه نخواهیم داد که عدالت اجتماعی، حقوق بشر و حمایت از محیط زیست علیه یکدیگر به بازی گرفته شوند.

اینطور نمی تواند ادامه داشته باشد.

در بحران کرونا، شکاف بین رفاه و فقر حتی بیشتر می شود. افرادی که دستمزد های پایین، یا موقعیت شغلی نامناسبی دارند و یا بی درآمد هستند تنها از نظر اقتصادی و اجتماعی صدمه بیشتری نمی بینند، بلکه ریسک مردن آنان توسط کوید 19 بسیار بالاتر است. در همین حال، اجاره ها در شهرها بدون کنترل افزایش می یابد. بسیاری از مردم باید در آپارتمان های خیلی کوچک و یا در اقامتگاه های مشترک زندگی کنند. پناهندگان در اردوگاه ها منزوی می شوند. کارگران مهاجر، به عنوان مثال در صنعت گوشت یا بخش مراقبت و پرستاری در منازل، اغلب خارج از چارچوب همه استانداردهای اجتماعی کار می کنند. کمبود بزرگ پرسنل در بخش های بهداشت و پرستاری و مراقبت و در همین ارتباط شرائط غیرقابل قبول کاردر این بخش ها، از نتایج ده ها سال سیاست پولی کردن این حوزه هاست. و عمدتا این زنان هستند که با کار مراقبتی با و یا بدون حقوق اثرات بحران را کاهش می دهند. تأثیرات این سیاست برای همه ما قابل لمس است: این باعث افزایش نابرابری و شکاف در جامعه مان می شود. خشونت نژادپرستانه، زن ستیزانه و ضد یهودی در حال افزایش است.

نابرابری فزاینده در سطح بین المللی نیز مشهود است: به جای اینکه واکسن ها را به جنسی قابل دسترسی برای عموم ارائه کنند، همانطور که سال گذشته قولش را داده بودند، کشورهای ثروتمند بخش اعظم آن را ازآن خود کرده و انحصار فورمول های آنها در اختیار چند کنسرن بزرگ است. اگر چه اگر تغییرات آب و هوایی بدون وقفه ادامه می یابد، بازسازی مورد نیاز و فوری اجتماعی-اکولوژیک فدای تکبرات ناسیونالیستی و منافع سودآور کوتاه مدت می شوند.

ما خواستار اولویت های سیاسی دیگری هستیم:

  • ما جامعه ای بدون فقر می خواهیم که در آن نیازهای اساسی همه مردم تأمین شوند. شرایط انسانی کار و زندگی مناسب، تحصیلات، مراقبت های بهداشتی و مسکن را نباید به بازار واگذار کرد!
  • ما سیاستی را می خواهیم که در آن کسانی که ثروت اندوزی کرده اند هزینه های بحران را بپردازند. برای توزیع مجدد از بالا به پایین!
  • ما خواهان یک دموکراسی هستیم که برای همه باشد و همه بتوانند به شکل گیری آن کمک کنند. برای جامعه ای برابر از نظر جنسیتی، ضد نژادپرستی و فراگیر که در آن همه به یک اندازه مشارکت کنند و برای
    کودکان امکان رشد مناسب کودکانه را ممکن کند!
  • ما با نژادپرستی ساختاری و هرگونه همکاری با راست های افراطی ها مبارزه می کنیم و طرفدار یک ضد فاشیسم برخاسته از جامعه هم در شرق و هم غرب هستیم. ما صفوف خود را علیه نژادپرستی، یهود ستیزی و نژادپرستی ضد مسلمانان و زن ستیزی مستحکم می کنیم!
  • ما از حقوق بشر همه، و حق حمایت و پناهندگی دفاع می کنیم و خواهان مدیریت عادلانه بحران محیط زیست به صورت محلی و جهانی هستیم. حقوق بشر تقسیم ناپذیر# ست!
  • ما خواهان دسترسی عادلانه وجهانی به واکسن های ضد کوید 19 هستیم!

برای یک جهش دموکراتیک انبوه مردم!


ما از گروه های ضد نژادپرستی، از جنبش های درون بیمارستان و نهاد های مراقبت و پرستاری، از ابتکارات گروهای مستاجرین، از سازمان های حقوق بشر، از گروه های ضد فاشیست، اتحادیه های کارگری، نهادهای خیریه ای، گروه های فمینیستی و کوئیر، شبکه سازمان ها و نهادهای سیاسی، جنبش های ضد جنگ و جنبش های طرفدار محیط زیست هستیم. ما از دینداران و بی دین ها، سفید و سیاه و رنگین پوست، با و یا بدون پیشینه مهاجرت، پیر و جوان، با و یا بدون معلولیت هستیم و جنسیت ها وگرایش های جنسی متفاوتی داریم. همه ما با هم در 4 سپتامبر 2021 در برلین به خیابان می رویم: تقسیم ناپذیر# برای یک جامعه همبسته و برابر- دقیقا همین الان.

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من أجل مجتمع عادل ومتضامن
دعوة لمظاهرة لا يتجزأ# #unteilbar
في 4 أيلول/سبتمبر 2021 في برلين

في السنوات الماضية ازداد سوء الأوضاع الاجتماعية بشكل دراماتيكي. فمن الواضح خلال جائحة كوفيد أن هناك شيئاً خاطئاً على المستوى الاجتماعي يحصل في جميع أنحاء العالم. وفي ألمانيا أيضاً تتزايد أعداد الناس المعرضين للفقر أو الخوف الوجودي. وفي نفس الوقت تعلو تهديدات التغير المناخي. وبينما يجد العداء والعنصرية المزيد من القبول، يموت المزيد من البشر على حدود الاتحاد الأوروبي.

لقد حان الآن وقت نزول لا يتجزأ# #unteilbar إلى الشارع: لنوقف الانقسام الاجتماعي وارتفاع حدة الأزمة المناخية! لنناضل من أجل مجتمع يستطيع فيه البشر العيش وتقرير مصيرهم من دون خوف، ويكون في مركز اهتمامه الخير للجميع! قبيل الانتخابات نقول بكل وضوح: لن نسمح بوضع العدالة الاجتماعية وحقوق الإنسان وحماية البيئة في لعبة ضد بعضها البعض.

لا يمكن أن يستمر الأمر على ما هو عليه

خلال أزمة كورونا اتسعت الفوارق بين الرخاء والفقر. فالعاملون في قطاعات قليلة الدخل أو في أعمال غير مستقرة أو عديمو الدخل لا يتأثرون فقط اجتماعياً أو اِقتصادياً أكثر من غيرهم بالأزمة، بل إن أخطار إصابتهم بمرض كوفيد ١٩ أكبر. وفي نفس الوقت ترتفع إيجارات العقارات بلا توقف. وعلى الكثير من الناس العيش في بيوت صغيرة جداً أو في مساكن جماعية.

من اللاجئين من عليه السكن في الأقبية. ومن المهاجرين العاملين في صناعة اللحوم أو في الرعاية المنزلية من يعمل غالباً بمعزل عن كل المعايير الاجتماعية. إن النقص الكبير في العاملين في قطاع الصحة والرعاية مرتبط بظروف عمل غير مقبولة ناتج عن عقود من الاستغلال التجاري. والنساء هن أكثر من يمتص الأزمة من خلال أعمال الرعاية المأجورة وغير المأجورة.

آثار هذه السياسة ملموسة بالنسبة لنا جميعاً: فهي تزيد من عدم المساواة وتقسم مجتمعنا. كما أن العنف العنصري والعنف ضد المرأة وضد السامية يتزايد.
اللامساواة المتزايدة تظهر أيضاً على المستوى الدولي: بدلاً من جعل اللقاحات ملكية عامة عالمية ـ كما تم الوعد السنة الماضية ـ، أمنت البلدان الغنية حصة الأسد وبقيت حقوق الملكية في أيدي القليل من الشركات الكبيرة. ورغم أن التغير المناخي مستمر في صمت تتم التضحية بالتغيير البيئي ـ الاجتماعي لمصلحة الأنانية القومية والربح السريع

نطالب بأولويات سياسيّة جديدة:

ـ نريد مجتمعاً من دون فقر تكون فيه حاجات الإنسان الأساسية مؤمّنة.
ظروف حياة وعمل كريمة، تعليم، ورعاية صحية وسكن مع عدم السماح بترك هذه الأمور للسوق.

ـ نريد سياسة تجعل من كدّسوا الثروات يدفعون تكاليف الأزمة. سياسة إعادة توزيع من الأعلى إلى الأدنى!

ـ نريد ديمقراطية متاحة للجميع ويمكن للجميع المشاركة في تشكيلها. من أجل مجتمع عدالة جندرية مناهض للعنصرية ويشمل الجميع، ويستطيع الجميع فيه المشاركة بشكل متساو ويسمح لجميع الأطفال بالنمو في ظروف ملائمة للطفولة.

ـ نناضل ضد العنصرية المنظمة وكل عمل مع اليمين المتطرف ونقف ضد الفاشية ـ في الشرق كما في الغرب. نرص الصفوف ضد العنصرية، ومعاداة السامية، ومعاداة المسلمين ومعاداة المرأة.

ـ نقف من أجل حقوق إنسان للجميع من أجل حق الحماية واللجوء ومن أجل التغلب على الأزمة المناخية ـ هنا وفي كل العالم. حقوق الإنسان لا تتجزأ!

ـ نطالب بإتاحة الوصول إلى لقاحات كوفيد 19 في كل العالم بشكل عادل.

صحوة ديمقراطية جديدة للكثيرين

نحن منظمون في مجموعات مناهضة للعنصرية، حركة المشافي والرعاية الصحية، مبادرات المستأجرين، منظمات حقوق الإنسان، مجموعات مناهضة للفاشية، نقابات، جمعيات خيرية، مجموعات نسوية وكوير، منظمات سياسة شبكية، حركة مناهضة الحرب وحركة البيئة. متدينون أو غير متدينين، من كافة الأعراق والأجناس، مع أو بدون قصة هجرة عائلية، بعمر الشباب أو كبار السن، بإعاقة أو بدون، بتوجهات جندرية وجنسية مختلفة. نريد الخروج إلى الشوارع معاً في 4 أيلول/سبتمبر، 2021 في برلين: لا يتجزأ# #unteilbar من أجل مجتمع عادل ومتضامن الآن حالاً.

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